Cranberry hat eine positive Wirkung auf die Gesundheit

Cranberrys zählen bei uns im Grunde zu den Neuentdeckungen. Es gibt sie erst seit einigen Jahren flächendeckend im Handel. Davor waren sie in unseren Breiten allenfalls ein Nischenprodukt, nur wenige wussten von ihrem Können. Viele fragten sich hier anfangs in den Reformhäusern und Drogerien: Was ist Cranberry und was kann die Beere? Der kleinen Beere werden zu Recht große Heilwirkungen nachgesagt. In den USA und Kanada kannten sie bereits die Ureinwohner. Bei uns fand man sie früher, wenn überhaupt, unter einem anderen Namen. So hieß die Cranberry auf Deutsch lange Zeit Kulturpreiselbeere. Die rote Frucht ist zwar verwandt mit einer unserer heimischen Beerensorten, jedoch nicht mit der Preiselbeere, sondern mit der Heidelbeere. Damit gehört sie wie diese zur Familie der Heidegewächse, womit sich der Kreis wieder schließt, da die Preiselbeeren in dieser Familie, jedoch einer anderen Unterart, ebenfalls zu Hause sind. Bekannte Vertreter der Heidekrautfamilie, die man nicht sofort mit der Cranberry assoziieren würde, sind beispielsweise das Heidekraut selbst und Rhododendren.

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Die Inhaltsstoffe von Cranberry und deren Wirkung

Die rote Beere ist ein absolutes Powerpaket und zählt zu recht zu der neuen Klasse der „Superfoods“. Selten findet man so viele wertvolle Inhaltsstoffe vereint auf so geringem Raum. Die Natur hat hier ein ganz besonderes Früchtchen erschaffen. Die Nährwerte zeigen einen geringen Gehalt der Hauptnährstoffe.

So enthalten 100g frische Cranberrys lediglich:

Was den Beeren an den Hauptnährstoffen fehlt, gleichen sie durch viele wertvolle Mikronährstoffe problemlos aus. Cranberrys haben einen außergewöhnlich hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Hier sind es vor allem die Polyphenole und Anthocyane, denen die Beeren ihre Farbe und einen wichtigen Teil ihrer gesundheitlichen Wirkung zu verdanken haben. Sie schützen die Zellen unseres Körpers vor schädlichen oxidativen Einflüssen und stärken die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System. Das Vitamin C der Beeren verstärkt den positiven Effekt der sekundären Pflanzenstoffe. Dabei ist der Gehalt dieses wertvollen Vitamins in der Cranberry so hoch, dass diese inzwischen regelmäßig bei Vitamin-C-Mangel bei uns eingesetzt wird. Vor allem in der Erkältungszeit können die Beeren durch den hohen Vitamin-C-Gehalt einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten. In Kanada und den USA ist die Cranberry sowieso schon lange Vitamin-C-Lieferant Nummer eins.

In Cranberrys finden sich noch weitere Vitamine in nennenswerten und gesundheitsfördernden Mengen. Auch der Vitamin A-Gehalt bzw. der Gehalt der pflanzlichen Vorstufe ist hoch. Mit 60mg in 100g ist die Beere weit über dem Durchschnitt. Außerdem enthalten sie Vitamin B6, das eine wichtige Rolle für die Abwehrkräfte und die Nervenfunktion spielt. Neben Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen findet man auch wichtige Mineralstoffe in Cranberrys, unter anderem eine große Menge Eisen. Das macht die Beere zu einem wertvollen Lebensmittel auch für Vegetarier und Veganer. Pektin ist ein weiterer gesundheitsfördernder Wirkstoff. Die löslichen Ballaststoffe fördern die Darmgesundheit.

Die Wirkung von Cranberry auf den menschlichen Körper

Reichlich bekannt ist die Wirkung der Cranberry bei Blasenentzündung, die vor allem im Anfangsstadium zu einer raschen Verbesserung führen kann. Das Augenmerk richtet sich in den letzten Jahren auch auf andere Inhaltsstoffe der Superbeere. Hier geht es von den sekundären Pflanzenstoffen, allen voran den Anthocyanen bis hin zu antibakteriellen Wirkstoffen. Einige neue Studien zeigen immer neue erstaunliche Wirkungsbereiche auf. So scheint die Cranberry einen positiven Einfluss auf Gefäß- und Herz-Kreislauf-System zu haben. Damit könnte sie helfen, eine der wesentlichsten und häufigsten Erkrankungen unserer Breiten nachhaltig zu verbessern. Die Cranberry verringert Nebenbeschwerden bei Prostataerkrankungen, die für die Betroffenen extrem unangenehm sind und verbessern damit die Lebensqualität deutlich.

Ein versteckter Nebeneffekt von Cranberry, ist die Verbesserung der Mundhygiene. So pflegt man während dem Essen nebenbei seine Zähne. Durch die Vielzahl der sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine sowie Mineralstoffe, stärken Cranberrys das Immunsystem, indem sie es effektiv unterstützen. Sie bekämpfen Viren und Bakterien und wirken Entzündungsreaktionen entgegen. Die Beeren setzen überall dort an, wo Schleimhaut gereizt oder verändert ist. Sie schützen die Schleimhautzellen vor schädlichen Einflüssen und stärken die Zellwände. Dies gilt sowohl für Blase und Harnröhre, als auch für das Magen-Darm-System und unsere Gefäße, die alle mit empfindlichen Zellen ausgekleidet sind.

Cranberry gegen Blasenentzündung & Harnwegsinfekt

Die Substanzen in den Beeren, die vermutlich für die heilsame Wirkung bei Blasenentzündung und Harnwegsinfekten zuständig sind, sind die sogenannten Proanthocyanidine. Hierbei handelt es sich um antibakterielle Bitterstoffe, die in dieser speziellen Form bisher nur in der Cranberry gefunden wurden. Sie helfen besonders gut, wenn sich eine Entzündung anbahnt. Im frühen Stadium kommt ihnen die Wirkungsweise eines Antibiotikums zu. Ist die Entzündung zu weit fortgeschritten, sind oft zu viele Bakterien vorhanden, sodass diese sich schneller vermehren, als sie abgetötet, bzw. von den Zellen ferngehalten werden können. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Cranberry-Kur zu beginnen. Vor allem Frauen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre besonders häufig von Blasenentzündungen betroffen. Wer das Problem kennt, spürt auch, wenn sich eine Entzündung anbahnt. Das ist der Moment für die Cranberry. Besonders häufig geplagte Menschen können Saft, Tabletten, Pulver oder Beeren (Trocken- oder Frischform) natürlich auch präventiv einnehmen, sodass sich die Entzündung erst gar nicht einnisten und ausbreiten kann. Nebenbei wirken die Beeren krampflösend und harntreibend, was den Heilungsprozess stark unterstützt.

Cranberry trägt zur einen positiven Mundhygiene bei

In der Mundhöhle tummeln sich jede Menge Bakterien. Einige haften sich in Zwischenräumen an und bilden Plaque. Auf Dauer führt dies zu Parodontose, also zu Zahnfleischschwund. Genau hier setzen die Wirkstoffe der Cranberry an. Sie verhindern, wie auch bei anderen Schleimhäuten im Körper (Darm, Blase), die Anlagerung der Bakterien in der Zellwand. So können sich die Bakterien nicht vermehren und es werden deren schädliche Auswirkungen verhindert. Das Mikroklima in der Mundhöhle verbessert sich. Mehrere Studien zeigen, dass sich die gesamte Bakterienanzahl durch die Cranberrys verringert.

Magen-Darmentzündung mit Cranberry heilen

Die Cranberry zeigte sich in Studien, vor allem bei Magen-Darm-Störungen aufgrund einer langfristigen Antibiotika Einnahme, sehr effektiv. Sie ersetzt damit eine aufwendige Darmsanierung. Möglicherweise ist der Mechanismus ähnlich, wie bei der Entzündung der Blasenschleimhaut. Die Cranberry hat die Fähigkeit, zu verhindern, dass sich Bakterien an die Schleimhautwand anheften können, sich so einnisten und stark vermehren. Weiterhin wirken Cranberrys direkt gegen virale Infektionen von Magen und Darm. Da die Beeren auch für Kinder sehr gut verträglich sind, könnten diese zur Volksgesundheit, vor allem in ärmeren Ländern der Welt beitragen. Die Forschung über die Wirkungen von Cranberry durch Viren verursachter Gastroenteritis ist noch am Anfang. Die Ergebnisse erster Studien sind durchaus sehr erfolgversprechend. So fand man in Laborversuchen deutliche Hinweise darauf, dass die Beeren die gefährlichen Rotaviren sehr gut eindämmen und bekämpfen könnten. In den Entwicklungsländern sterben jährlich an diesem Virus immer noch viele Kinder. Sollte sich die Forschung hier in der Praxis als wirkungsvoll erweisen, hätte man ein einfach anzubauendes Heilmittel, das vielen helfen würde.

Die Wirkungen von Cranberry gegen Prostatabeschwerden

Studien der letzten Jahre legen nahe, dass Cranberrys auch positive Auswirkungen auf die männliche Prostata haben. Vor allem die Beschwerden bei Männern mit bereits vergrößerter Prostata und Prostatakarzinom verringerten sich in diesen Studien im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant. Dabei verminderte sich vor allem die eine Nebenwirkung bei Prostataproblemen, die für Betroffene besonders unangenehm ist. Oft fühlen sich die Patienten, als würden sie an einer stetigen Blasenentzündung leiden. Bei dem entzündeten Gewebe handelt es sich in diesem Fall tatsächlich meist um die Blase und die Harnröhre. Diese entzünden sich bei Bestrahlung der Vorsteherdrüse sehr oft, da in diesem Fall eine extreme Reizung des Gewebes vorliegt. Die Cranberry kann also mit ihrer „klassischen“ Wirkung auch Menschen mit Prostatabeschwerden helfen.

Eine gute Wirkung zeigt Cranberry gegen Arteriosklerose

Der positive Effekt von Cranberry gegen die Entstehung einer Arteriosklerose ergibt sich aus den Schutzwirkungen der Beere auf die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System . Auch hier ist es vor allem der extrem hohe Anteil an Anthocyanen, der den Schutz bewirkt. In den Gefäßen können sich keine Ablagerungen anheften, der Zellschutz der Beere funktioniert nachhaltig. Davon abgesehen, verbessert die Beere die Elastizität der Gefäße. In Studien konnte eine deutliche Verbesserung der Schleimhautzellen in den Gefäßen ermittelt werden. Man untersuchte dies bei Patienten, die ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko aufwiesen, dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit an Arteriosklerose zu erkranken. Auch vorgeschädigte Gefäße profitieren von der Einnahme der Cranberry. Sie macht diese wieder elastischer und verhindert so eine Verschlechterung der Arteriosklerose. Die Beere wirkt wie eine Verjüngungskur für die Arterien.

Stärkung des Immunsystems mit Cranberry

Cranberrys besitzten Inhaltsstoffe, die gegen schädliche Bakterien und Viren ebenso wirken wie gegen Pilze. Eindringlinge werden abgetötet bevor sie größeren Schaden im Körper anrichten können. Das Immunsystem wird durch die Beeren unterstützt. Man fand im Blut von Menschen, die über längere Zeit Cranberry zu sich genommen hatten, einen erhöhten Salicylsäure Wert. Acetylsalicylsäure führen wir uns normalerweise in der Form von Aspirin zu. Durch die Einnahme von Cranberrys bildet der Körper kontinuierlich einen erhöhten, körpereigenen Spiegel dieses entzündungshemmenden Wirkstoffes und kann sich damit nun jederzeit gut gegen Erkältungserreger und andere Eindringlinge behaupten.

Hintergrundwissen über Cranberry

Sieht man die Cranberry zum ersten Mal vor sich liegen, wirkt sie tatsächlich wie eine aufgeplusterte Preiselbeere. Das Aussehen ist sehr ähnlich, kein Wunder, dass man sie im Volksmund Kulturpreiselbeere nennt. Jedoch sind die Früchte sehr viel größer als die kleinen Preiselbeeren. Der Durchmesser der Cranberry beträgt in etwa 1cm. Cranberrys sind Low-Carb-Früchte. Ihr Zuckergehalt ist wesentlich geringer, als bei den meisten anderen Früchten. Dadurch sind sie auch für Menschen mit Fruktoseunverträglichkeit sehr oft gut bekömmlich, da diese in der Regel dosisabhängig ist und geringe Mengen durchaus vom Körper gut verwertet werden können. Frische Früchte sind hier besser geeignet, als getrocknete Beeren. Der Zubereitung von Cranberrys sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Sie schmecken sehr gut als Marmelade und eignen sich durch ihre Säure hervorragend zum Backen. Es gibt hunderte schöner Rezepte für Kekse und Kuchen mit Cranberrys. In Soßen, wie der traditionellen Thanksgiving-Sauce verbinden sie sich geschmacklich bestens mit Fleischgerichten. Neben der Beere selbst in getrockneter Form kann man Cranberrys als Saft, Pulver und Tabletten in den unterschiedlichsten Darreichungsformen kaufen.

Herkunft von Cranberry

Früher wuchsen die Cranberrys in Nordamerika wild im Wald. Schon die Ureinwohner schätzten den Verwandten unserer Heidelbeeren für Ihre wertvollen Inhaltsstoffe. Heute kommen die Cranberrys immer noch vorwiegend aus den USA, obwohl sie auch in Europa eine Heimat gefunden haben. In Amerika gibt es riesige Plantagen, denn dort ist die Beere äußert beliebt und in zahlreichen Produkten zu finden, von Riegeln über Müslimischungen bis zur traditionellen Soße an Thanksgiving. Sie hat in Nordamerika, auch in Kanada, in etwa den Stellenwert, den der Apfel bei uns einnimmt. Interessant ist auch die Ernteweise der Früchte. Hierzu werden die Felder, die so weit reichen, wie das Auge sehen kann, einfach mit Wasser geflutet. Die Beeren schwimmen dann oben auf und können abgeschöpft werden. Der Preis der Früchte wäre sicher wesentlich höher, müsste man diese einzeln abzupfen und von Hand einsammeln.

Die Pflanze

Der lateinische Name der Cranberry ist Vaccinium macrocarpon. Im Deutschen ist ihr korrekter botanischer Name Großfrüchtige Moosbeere. Die übergeordnete Gruppe der Moosbeeren hat auch einen eigenen lateinischen Namen: Vaccinium oxycoccus. Man nennt die Cranberry auf Deutsch in der direkten Übersetzung, vor allem in Norddeutschland, auch Kranbeere. Auch bei uns erscheint sie jedoch praktisch in allen Produkten unter dem Namen Cranberry. Diesen Namen gaben ihr die ersten Siedler in den USA deshalb, da die Blüten der Pflanzen an den Schnabel eines Kranichs (im Englisch „crane“) erinnern. Es gibt ca. 100 unterschiedliche Cranberry-Pflanzen, angebaut werden aber nur wenige Sorten. Die Pflanzen in unseren Breiten werden nicht ganz so hoch, wie in Nordamerika. Erntereif sind die Cranberrys ab September. Die Pflanzen wachsen schnell, ca. 1 m pro Jahr und bedecken dann auch rasch größere Anbauflächen. Sie vertragen milde Winter problemlos, Frost im Frühjahr ist für die empfindlichen Blüten aber schädlich.

Cranberry Tee frisch zubereiten

Cranberry Tee

Frische Cranberrys für die Zubereitung eines Tees findet man von September bis Ende November in den Läden, dann sind sie reif. Problemlos kann man für den Tee auch getrocknete Früchte verwenden. Unterschiede gibt es allerdings hier im Geschmack. Die frischen Beeren sind sehr sauer und leicht bitter. Diese Stoffe gehen auch auf den Tee über. Ein Tee aus den getrockneten Beeren ist in der Regel süßer. So kann man hier nach Vorliebe und Verfügbarkeit die frischen oder getrockneten Beeren nutzen. Für eine Tasse Tee benötigt man etwa 3 EL Beeren. Diese werden mit kochendem Wasser überbrüht und ca. nach einer viertel Stunde kann man den Tee trinken, natürlich auch die Früchte essen. Bahnt sich beispielsweise eine Blasenentzündung an, trinkt man den Tee mehrmals täglich, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Fazit: Cranberry ist ein gutes Produkt der Natur

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Cranberrys sind kleine rote Kraftpakete mit zahlreichen medizinischen Wirkungen. Dabei konnten fast keine Nebenwirkungen nachgewiesen werden. So ist es nicht verwunderlich, dass die rote Beere auch bei uns ihren Siegeszug angetreten hat. Wissenschaftler, Heilpraktiker und Anwender sind gleichermaßen begeistert von diesem Highlight der Naturmedizin. Die Forschung steckt leider noch in den Kinderschuhen. Vermutlich werden sich die nächsten Jahre noch einige Einsatzgebiete der Pflanze erhärten und eventuell auch noch weitere neu auftun. Cranberrys sind gesund und nicht zuletzt schmecken sie auch noch gut.

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